WENN DER KUNDE ENTSCHEIDET, WAS PRODUZIERT WIRD...

das C2M-Modell

Im E-Commerce zeichnet sich ein neuer Trend ab; das C2M-Modell ist bisher vor allem in China auf dem Vormarsch.

B2C, B2B, C2C

E-Commerce gibt es in verschiedenen Varianten. Bisher waren hauptsächlich die drei Arten «B2C», «B2B» und «C2C» bekannt. 

  • «B2C» (Business to Consumer) beschreibt das herkömmliche Modell zwischen Unternehmen und Privatkunden.
  • «B2B» (Business to Business) bezeichnet den Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen.
  • «C2C» (Consumer to Consumer) ist die Bezeichnung für den Verkauf von Waren von Konsumenten an andere Konsumenten. Dies findet hauptsächlich auf Onlineportalen oder Kleinanzeigen statt.
C2M-Business-Modell

Wenn Kunden entscheiden, was produziert werden soll...

«C2M» steht für «Consumer to Manufacturer» und ist die Bezeichnung für ein Business-Modell, bei welchem Konsumenten direkt mit dem Hersteller kommunizieren. Der Kunde bzw. die Community entscheidet, wie ein Produkt aussehen und in welchen Mengen es hergestellt werden soll. Zwischenhändler und Marken werden mit diesem Modell ins Abseits gedrängt. Das C2M-Modell wird hauptsächlich mit dem Fast-Fashion-Anbieter aus China "Shein" in Verbindung gebracht. Shein konnte in den letzten Jahren ein gewaltiges Wachstum verbuchen und 2020 laut chinesischen Medien fast USD 10 Mrd. umsetzen. Der Hersteller setzt auf Quantität und kann sehr schnell und günstig grosse Mengen produzieren. Um seine junge Zielgruppe zu erreichen, setzt der Hersteller in Sachen Kommunikation auf die Plattform TikTok. Unter dem Hashtag #Shein können sich Konsumenten über die neusten Mode-Trends, Wettbewerbe und Events informieren, die von Markenbotschafter/innen präsentiert werden. 

Doch nicht nur Shein; auch Alibaba, JD, Pinduoduo aus China verfolgen die C2M-Strategie.

Mit dem C2M-Modell wird eine Überproduktion und somit unnötige Lagerbestände vermieden, da nur dann produziert wird, sobald die gesammelten Bestellungen der Community eine profitable Menge ergeben. Zudem werden Kosten für Marketing, Distribution und Ladenmiete eingespart. Mit dem C2M-Modell ist die Marke bzw. der Zwischenhändler überflüssig und einzelne Stufen der Wertschöpfungskette fallen weg. Diese Einsparung kann in Form von günstigen Verkaufspreisen direkt an den Konsumenten weitergegeben werden. 

Trends im E-Business-Online-Marktplätze

Die erste C2M E-Commerce Plattform war die Biyao Mall, die 2014 in China gegründet wurde. Anfangs war es sehr schwer, Hersteller zu finden, die bei diesem Modell mitmachen wollten, erzählte der Gründer Sheng Bi. Die Anforderung war, flexibel auf die Nachfrage reagieren und ad-hoc produzieren zu können. Dafür mussten Hersteller flexible Produktionslinien einrichten, was mit hohen Investitionskosten verbunden war. Mittlerweile arbeitet Biyao mit mehr als 200 Herstellern zusammen.

Das C2M-Modell im Überblick

  • Konsumenten sind direkt mit dem Hersteller verbunden und kommunizieren über Plattformen, wie Shein oder Pinduoduo.
  • Hersteller produzieren lediglich die nachgefragte Menge.
  • Eine Überproduktion wird vermieden und einzelne Ebenen der Wertschöpfungskette entfallen.
  • Kostenreduktion kann an den Konsumenten in Form von niedrigen Preisen weiter gegeben werden.

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