HINTER DEN KULISSEN

Von Apps und Anpassungen: Software Engineering bei Polynorm

Über 100 Kunden, betreut von 50 Mitarbeitern, aufgeteilt auf 8 Teams – soweit die Zahlen. Doch wer steckt eigentlich hinter Polynorm?

Im Newsletter stellen wir Ihnen in loser Reihenfolge einige Mitarbeiter und Bereiche der Polynorm vor. Was Sie vielleicht noch nicht wussten: Polynorm hat eine eigene Entwicklungsabteilung für Comarch ERP. Wir haben Teamleiter Stefano zu seinem Fachgebiet befragt. 

Fangen wir ganz vorne an: Was hat Dich zur Software-Entwicklung gebracht?

Stefano: Ich war eigentlich schon immer Entwickler und im ERP-Bereich tätig, auch wenn es damals noch nicht so genannt wurde. Während der Schule habe ich Pascal und Cobol ausprobiert, das hat mir gut gefallen. Nach der Matura hat sich dann keine Ausbildung oder Studium so richtig angeboten, also bin ich als Junior-Programmierer – damals gab es den noch – direkt eingestiegen und habe AS400-Systeme programmiert. AS400, i5, die IBM-Welt war zu der Zeit aktuell.

Und wie ging es weiter, wie bist Du von dort zu Polynorm gekommen?

Stefano: Anfang der 2000er war absehbar, dass die AS400-Systeme immer weniger eingesetzt werden würden. Ich wollte ausserdem die objektorientiere Welt noch kennenlernen und konnte dann beim ERP-Hersteller KTW (Semiramis ERP) einsteigen. Ich habe dort von Grund auf gelernt, mit Java zu programmieren. Das ERP-System Semiramis war damals noch ganz neu, ich habe an Version 2 mitgearbeitet und war beim Aufbau der Schweizer Niederlassung von KTW dabei. Semiramis wurde später von SoftM übernommen, die dann wiederum von Comarch aufgekauft wurden - so entstand Comarch ERP Enterprise

Als sich im Zuge dieser Verkäufe auch herauskristallisierte, dass Polynorm zukünftig als Partner für Comarch in der Schweiz auftreten wird, habe ich 2009 gewechselt. Ich war als Know-How-Träger dafür verantwortlich, hier das Software Engineering Team aufzubauen. Mein Wissen weiterzugeben ist das, was mir wirklich Spass macht - auch heute als Teamleiter für die Entwicklung rund um Comarch ERP Enterprise. Als Schnittstelle zu dienen zwischen Projektleitern oder Beratern und Kunden auf der einen und der Programmierung auf der anderen Seite ist eine Aufgabe, welche besonders bei hoch integrierter Software sehr spannend ist.

Stefano, Leiter Entwicklung Comarch ERP

Team ist ein gutes Stichwort – wer seid ihr und was sind eure täglichen Aufgaben?

Stefano: Wir sind insgesamt acht Entwickler in allen Altersgruppen, da ist also auch viel Erfahrung dabei. Wir kümmern uns um die Standard-Weiterentwicklung, und wir entwickeln eigene Zusatzmodule zu Comarch ERP Enterprise, die sogenannten Apps. Dazu gehören zum Beispiel die QS-App, also das Modul zur Qualitätssicherung, und die Lebensmittel-Deklarations-App. Und natürlich kundenspezifische Anpassungen des Standards, Schnittstellen zu Fremd- und Umsystemen – im Moment machen wir zum Beispiel auch viele EDI-Anbindungen mit Apache Nifi. In diesem Umfeld machen wir eigentlich alles was das Herz begehrt.

Als Teamleiter habe ich natürlich auch administrative Aufgaben. Aber ich entwickle auch selbst noch regelmässig – das ist einfach mein Handwerk, das geht mir gerne und gut von der Hand. 

Was sind die besonderen Herausforderungen? Und was Deine Highlights?

Stefano: Gerade bei komplexen Anforderungen ist es eine Herausforderung, diese im Umfeld der Standardsoftware umzusetzen. Die Lösungsfindung mit Kunden und Projektleitern, gerade bei individuellen Anpassungen, ist das, was Spass macht. Ich bin ein leidenschaftlicher Adaptionsentwickler, ich arbeite gerne mit dem was schon da ist. Wenn sich die Anpassungen nachher so ins System einfügen, als wären sie von Anfang an da gewesen; wenn der Endnutzer gar nicht merkt, dass eine Anpassung da ist – das wird oft unterschätzt, aber wenn das geschafft ist, das ist definitiv ein Highlight.

Und in Deiner Freizeit?

Stefano: Nichts mit Informatik – ich bin nicht der klassische Nerd (lacht). An erster Stelle stehen meine Kinder und das Familienleben, mit denen unternehme ich viel. Und der Garten, der ist ein guter Ausgleich zum Schreibtischleben. Gartenarbeit, Steine schleppen, solche Sachen - ich arbeite gerne handwerklich. 


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