HINTER DEN KULISSEN

Sales Consultant

Über 100 Kunden, betreut von 50 Mitarbeitern, aufgeteilt auf 8 Teams – soweit die Zahlen. Doch wer steckt eigentlich hinter Polynorm?

Nach 11 Jahren bei der Polynorm trat Tilbert Gelpke Ende September 2020 in den wohlverdienten Ruhestand. Doch bevor wir ihn entlassen, möchten wir gerne noch von ein paar Anekdoten aus seiner Zeit bei Polynorm berichten.

Tilli, wie hat Deine Karriere bei Polynorm begonnen und was war dein Verantwortungsbereich?

Tilli: Als das Unternehmen PowerSource, bei welchem ich im Jahr 2009 tätig war, an Polynorm verkauft wurde, wechselte ich mit und bin seitdem dabeigeblieben. Das rasante Wachstum von Polynorm mit dem ERP-System i/2 und seinem Gründer, Herrn Knechtle, habe ich die Jahre vor meinem Einstieg verfolgt und die Entscheidung bis heute nicht bereut.  Mit der Übernahme von PowerSource wurde von Polynorm auch das Comarch ERP ins Produktportfolio übernommen. 

Interview Tilli, HDK, Verabschiedung von Polynorm
Tilbert in seinem Element

Da das Comarch ERP eine Standard-Entwicklung ist und  an die Bedürfnisse des Kunden angepasst und ergänzt werden kann, hatte Polynorm neu nun auch eine Lösung mit Web-Frontend zum etablierten i/2 im Angebot. Polynorm ist mit den verschiedenen ERP- und Web-Lösungen sehr diversifiziert aufgestellt und spricht somit unterschiedliche Zielgruppen und Branchen an. Ganz nach dem Motto „Alles aus einer Hand“ kann Polynorm einen Grossteil der gängigen Unternehmensprozesse abdecken und eine ganzheitliche Betreuung über die gesamte Wertschöpfungskette des Kunden hinweg bieten. Das ist in jedem Fall der grosse USP von Polynorm. 

Ich war von Anfang an dabei und habe beim Aufbau und der Akquise von neuen Partnern und Kunden mitgewirkt. Seitdem bin ich für den Sales und Presales von Comarch ERP-Projekten zuständig. Zwischendurch  war  ich auch  stellvertretender Geschäftsführer von Polynorm und habe zusätzlich französisch- und italienischsprachige Kunden betreut.

Wie würdest Du Polynorm als Arbeitgeber beschreiben?

Tilli: Polynorm hat eine ganz spezielle DNA. Als Mitarbeiter erhält man viele Freiheiten bezüglich Zeiteinteilung und Gestaltungsspielraum. Allerdings wird auch erwartet, dass man selbstständig arbeitet, unternehmerisch denkt, Verantwortung übernimmt und Eigeninitiative zeigt. Diese Unternehmenskultur ist nicht jedermanns Sache. Wer einen Job nach Vorschrift von 9-17 Uhr sucht, ist bei Polynorm an der falschen Adresse. Zudem sprechen die Konditionen und Zusatzleistungen, vielen Firmenevents und Ausflüge sehr für Polynorm als Arbeitgeber.

Interview Tilli, HDK, Verabschiedung
Verabschiedung am 30.09.2020 durch Roger Meier und das ganze Polynorm-Team. Vielen Dank Tilli für den tollen Apéro Riche.

Was waren Deine grössten Herausforderungen in den 11 Jahren bei Polynorm?

Tilli: Das war definitiv die Zeit nach der Weltfinanzkrise 2007, in der nicht viel investiert wurde und daher eine sehr schwierige Zeit für die Kundenakquise war. Selbstverständlich gab es auch oftmals Phasen, in denen viele Projekte parallel liefen, die mit einem hohen Aufwand verbunden waren. 

Und welche deine grössten Erfolge?

Tilli: Jeder Projekt-Abschluss ist ein grosser Erfolg. Bei der Fusion von Polynorm und PowerSource prallten zwei Unternehmenskulturen aufeinander und es lief nicht immer reibungslos und konfliktfrei ab. Ich würde sagen, dass ich einen Beitrag zum guten Gelingen des Zusammenschlusses leisten konnte.

Welche Empfehlungen würdest Du Berufseinsteiger mit auf den Weg geben?

Tilli: In den meisten IT-Stelleninseraten wird ein betriebswirtschaftlicher Abschluss verlangt. Ich bin eher der Meinung, dass es gerade im ERP-Geschäft wichtig ist die Prozesse, sei es in der Logistik oder Buchhaltung, wirklich zu verstehen. Ich würde jedem, egal ob IT-Studium oder IT-Ausbildung empfehlen, ein Praktikum im Handel oder in der Industrie zu absolvieren. Nur so lernt man die Prozesse kennen, für welche man dann die passende IT zusammenstellen kann. Ich beispielsweise habe zuerst in führenden Positionen im Handel und der Industrie (auch bei Nestlé) gearbeitet und bin danach erst in die IT gewechselt. Mit dem KnowHow aus genau dem Bereich und der Branche, für welche man IT anbietet, kann man beim Kunden punkten. Auch Vertriebsthemen und Führungsqualitäten kann man sich im Laufe der Karriere aneignen – ganz nach dem Motto „Learning by doing“.

Generell bin ich auch der Meinung, dass vielen der Wille zur Dienstleistung fehlt. Diesen habe ich in meiner Ausbildung als Hotelier an der Hotelfachschule in Lausanne, der ersten und ältesten Hotelfachschule der Welt, entwickelt. Mir ist aber auch bewusst, dass der IT-Markt ein hart umkämpfter Markt geworden ist. Kunden sind heutzutage sehr gut informiert und skeptischer gegenüber IT-Fachleuten geworden. In den Anfangsjahren der ERP-Systeme war man der König als IT/ERP-Experte. 

Wie würdest Du deine bisherige Tätigkeit beschreiben?

Tilli: Ausserordentlich vielfältig und spannend. Ich hatte Einblicke in mehr als 250 Betriebe aus den unterschiedlichsten Branchen in der Schweiz. Im Vertrieb muss man jedoch auch eine hohe Frustrationstoleranz sowie Beharrlichkeit mitbringen.

Tilbert Gelpke, Geschäftsführung

Welches Ereignis aus den 11 Jahren hast du in besonders schöner Erinnerung?

Tilli: Das waren definitiv die ausserdienstlichen Anlässe, wie z.B. die Ski-Wochenenden, Weihnachtsfeiern, Sommerfeste, Wanderung etc. 

In besonders guter Erinnerung ist mir das Wochenende in Amsterdam geblieben, zu welchem alle Polynorm-Mitarbeiter plus Partner eingeladen wurden. Unser Gründer, Herr Bernhard Knechtle, war schon immer sehr grosszügig seinen Mitarbeitern gegenüber.

Wie geht es nun für dich weiter? Hast du schon Pläne für deinen Ruhestand?

Tilli: Ich würde mich gerne für soziale Projekte engagieren. Es gibt so viele Möglichkeiten und Projekte, wo Hilfe und Unterstützung benötigt wird. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen in einer Schule zu arbeiten und bei der Integration von ausländischen Kindern zu unterstützen, mich bei der Caritas zu engagieren oder Führungen im Wildpark Sihlwald bei uns nebenan zu geben. 

Da ich sehr gerne koche, wären auch gemeinsame Abendessen, verbunden mit einem interkulturellen Austausch oder auch Koch-Events für Gruppen möglich. Zudem schweben mir einige POP-UP-Restaurant-Ideen vor. Selbstverständlich werde ich auch immer mal wieder in die Ferien fahren. Den Traum, eine Weltreise mit dem Wohnmobil zu machen, teile ich allerdings nicht. Ich bleibe lieber erst einmal in der Gegend. Aber wer weiss, was alles noch kommt. ☺

Lieber Tilli, das gesamte Polynorm-Team wünscht Dir nur das Beste für die Zukunft, alles Gute bei der Verwirklichung Deiner Träume und wir bedanken uns für das spannende Interview.


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